Darlehensfinanzierung durch Bausparen: Vorteile und Nachteile
Die Vorteile der Bausparfinanzierung
Zu den Vorteilen der Darlehensfinanzierung durch Bausparen gehört beispielsweise, dass der Darlehenszins mit dem Kreditnehmer bereits bei Abschluss des Bausparvertrages vereinbart wird. Dies ermöglicht dem Bausparer, schon Jahre vorher seine Finanzierung detailliert zu planen. Zudem sind die vereinbarten Zinsen im Vergleich zu klassischen Bankdarlehen mitunter günstiger, denn die Zinsen dieser Darlehen orientieren sich an der Bonität des Kreditnehmers sowie am Beleihungswertauslauf. Sofern es sich nicht um ein erstrangiges Darlehen handelt und wenn der Kreditnehmer keine einwandfreie Bonität vorweisen kann, sind mitunter Zinsaufschläge zu berechnen.
Ein weiterer Vorteil der Darlehensfinanzierung durch Bausparen ist die Möglichkeit, das Bauspardarlehen mit einer zweitrangigen Grundschuld abzusichern. So kann beispielsweise das Bankdarlehen als erstrangiges Darlehen aufgenommen werden, um günstige Zinssätze zu erhalten, das Bauspardarlehen mit seinen ohnehin niedrigen Zinsen wird dann an zweiter Rangstelle abgesichert.
Die Nachteile der Darlehensfinanzierung durch Bausparen
Obwohl die Darlehensfinanzierung durch Bausparen zahlreiche Vorteile bietet, gibt es auch verschiedene Nachteile. So berechnen die Bausparkassen bei Vertragsabschluss beispielsweise eine Abschlussgebühr, die bis zu 1,6% der Bausparsumme betragen kann. Im Vergleich zu den Bearbeitungsgebühren für klassische Immobiliendarlehen sind die Kosten beim Bausparen vergleichsweise hoch.
Daneben muss bei der Darlehensfinanzierung durch Bausparen auch beachtet werden, dass das Bauspardarlehen erst dann in Anspruch genommen werden kann, wenn die Mindestansparsumme eingezahlt und die Mindestlaufzeit eingehalten wurde. Die Mindestansparsumme kann dabei je nach Tarif zwischen 40-50% der Bausparsumme betragen. Somit ist bei der Darlehensfinanzierung durch Bausparen eine vergleichsweise hohe Eigenkapitalquote zu erfüllen, die bei der Bankfinanzierung nur bei 10-30% liegt. Daneben müssen Bausparer auch oft mehrere Jahre warten, bis die Zuteilungsreife des Bausparvertrages erreicht werden kann.
Letztlich ist die Laufzeit von Bauspardarlehen meist auf 15-20 Jahre begrenzt. Hierdurch müssen für Bauspardarlehen häufig höhere Monatsraten eingerechnet werden, wobei die Gesamtkosten durch die verkürzten Laufzeiten natürlich geringer sind und Zinskosten eingespart werden können.




