Darlehenstilgung durch Lebensversicherung
Im Bereich der Immobilienfinanzierung gibt es bei den Hypothekenkrediten im Grunde zwei Varianten, zwischen denen sich der Kreditnehmer entscheiden kann bzw. ist es natürlich auch möglich, beide Alternativen in Kombination im Rahmen der Baufinanzierung zu nutzen. Auf der eine Seite steht das Annuitätendarlehen zur Verfügung, wo man monatlich Zinsen und Tilgungsanteil zahlt. Auf der anderen Seite werden auch so genannte endfällige Darlehen angeboten, wo die Tilgung in einer Summe zum Schluss der Laufzeit erfolgt.
Eine Darlehenstilgung durch Lebensversicherung ist hier zum Beispiel in diesem Zusammenhang die am häufigsten gewählte Variante. Wie genau funktioniert die Darlehenstilgung durch Lebensversicherung und welche Vorteile und Nachteile gibt es?
Der Ablauf dieses Darlehens ist so, dass man auf der einen Seite monatlich die anfallenden Zinsen für das Darlehen zahlt, gleichzeitig aber einen Vertrag über eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen hat, in die man monatlich seine Beiträge einzahlt.
Laufzeitende des Darlehens und Fälligkeit der Lebensversicherung sollten möglichst identisch sein, sodass dann bei Fälligkeit des Darlehens der Kapitalbetrag aus der Lebensversicherung zur freien Verfügung steht, um die Darlehenstilgung durch Lebensversicherung vornehmen zu können.
Der Vorteil dieser Variante besteht darin, dass man in der Regel das Darlehen insgesamt schneller abzahlen kann, als es bei einem Annuitätendarlehen möglich ist. Dieses kommt dadurch zustande, dass die Erträge bei der Lebensversicherung höher sind als die Zinsen, die man „zusätzlich“ beim Darlehen zahlen muss, weil keine Verrechnung der Tilgung stattfindet.
Der Nachteil besteht darin, dass die Rendite der Lebensversicherung aufgrund schwankender Überschussanteile nicht garantiert ist und man am Laufzeitende eventuell weniger Kapital hat, als man zur Tilgung des Darlehens eigentlich mindestens benötigen würde.




