Blog > Girokonto > Girokonto in der Schweiz eröffnen

Girokonto in der Schweiz eröffnen

9. März 2010 Redaktion

Heutzutage können Verbraucher nicht nur bei deutschen Banken ein Girokonto eröffnen. Über das Internet lässt sich beispielsweise schnell und unkompliziert ein Konto bei einem schweizer Anbieter einrichten. In diesem Zusammenhang gibt es einige wichtige Aspekte, die bei der Kontoeröffnung in der Schweiz zu beachten sind.

Das Internet ermöglicht es hierzulande praktisch jedem Bürger, ein Konto im Ausland in Anspruch zu nehmen. Aufgrund der Tatsache, dass viele Auslandsbanken mittlerweile eine Kontoeröffnung auf dem Onlineweg zulassen, müssen Kunden nicht persönlich in das jeweilige Land reisen.

Girokonto SchweizIm Vergleich zu Deutschland, gibt es in der Schweiz keine Schufa-Abfrage oder andere übergeordnete Bonitätsprüfer. Daher hat zunächst einmal jeder Volljährige die Möglichkeit ein Girokonto zu eröffnen. Möchte man allerdings zusätzlich einen Kontokorrentkredit (Dispositionskredit) zur Verfügung gestellt bekommen, ist in der Regel ein vorhandenes und nachweisbares Einkommen eine unabdingbare Voraussetzung für den Erhalt der Kreditlinie.

Gesetzliche Beschränkungen gibt es übrigens weder auf deutscher noch auf schweizer Seite, was die mögliche Kontoeröffnung angeht. Wichtig ist jedoch, dass die deutschen Kontoinhaber die eventuell auf dem Konto erzielten Erträge beim hiesigen Finanzamt angeben.

Online Kontoeröffnung als einfachste Methode

Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten, auf welcher Art und Weise man ein Girokonto in der Schweiz eröffnen kann. Die erste Möglichkeit wird allerdings bei nur wenigen deutschen Verbrauchern in Frage kommen. Sie beinhaltet nämlich, dass das Konto persönlich in der Geschäftsstelle der Bank eröffnet wird – also eine Reise in die Schweiz notwendig ist. Deutlich bequemer und bei weitem nicht so aufwendig ist die heute problemlos mögliche Kontoeröffnung per Internet oder auf dem Postweg. Die Eröffnung kann entweder komplett über die Homepage des jeweiligen Anbieters beantragt werden, oder es ist ein Versand von einigen Dokumenten über den Postweg erforderlich. Der exakte Weg hängt hier von dem jeweiligen Anbieter ab.

In 6 Schritten zum schweizer Bankkonto

Wie eine Kontoeröffnung in der Schweiz im Normalfall abläuft, kann anhand der folgenden 6 Schritte kurz erläutert werden:

  1. Zunächst sollte man die verschiedenen Angebote der schweizer Banken vergleichen (Gebühren etc.)
  2. Anschließend wird auf der Webseite der gewählten Bank online ein Eröffnungsformular ausgefüllt
  3. Das ausgefüllte Formular wird dann entweder online oder ausgedruckt auf dem Postweg an die Bank übermittelt, eventuell zusammen mit weiteren Unterlagen
  4. Nachdem die Bank die Unterlagen erhalten hat, bekommt man die Kontoeröffnungsunterlagen per Post zugesendet
  5. Die Unterlagen sind dann zu unterschreiben und – eventuell zusammen mit dem Postident-Verfahren – zurück an die Bank zu senden
  6. Im letzten Schritt erhält der Kontoinhaber dann wenige Tage später die Zugangsdaten zu seinem Onlinekonto in der Schweiz per Post

Ob zusammen mit den Kontoeröffnungsunterlagen noch weitere Unterlagen eingereicht werden müssen, hängt teilweise von dem jeweiligen Anbieter und auch davon ab, ob man eine Kreditlinie nutzen möchten. Auf jeden Fall einzureichen ist eine Kopie des Personalausweises/Reisepasses, was zur Legitimation dient und oftmals auch per Postident-Verfahren geschehen kann. Bei gewünschter Kreditlinie kann es sein, dass zusätzlich ein Einkommensnachweis zur Einschätzung der Bonität genötigt wird.

Leistungen, Gebühren und Währungsrisiko

Die Leistungen eines schweizer Girokontos unterscheiden sich nicht von denen, die man von deutschen Angeboten gewohnt ist. Es können also online Überweisungen vorgenommen werden, Lastschriften abgebucht, der Kontostand abgefragt werden oder mittels Kundenkarte über Bargeld verfügt werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass natürlich in Deutschland bei der Bargeldverfügung fast immer Gebühren anfallen werden, sollte die Bank hierzulande keine Filiale haben, an der kostenlos Geld abgehoben werden kann. Ansonsten sind auch die Kontoführungsgebühren und weiteren Kosten rund um das Girokonto nicht anders als bei deutschen Banken.

Meistens werden die Girokonten in der Schweiz entsprechend der offiziellen Landeswährung in Schweizer Franken geführt. Es gibt aber durchaus einige Anbieter, die auch Währungskonten anbieten, sodass dann eine Kontoführung in Euro möglich ist. Bei der Kontoführung in Schweizer Franken sollte als deutscher Kunde allerdings das Währungsrisiko beachtet werden, da die Beträge stets von Euro in Franken und umgekehrt umzurechnen sind. Ansonsten ist bezüglich des täglichen Zahlungsverkehrs noch zu beachten, dass Überweisungen von der schweizer Bank aus mitunter ein bis zwei Tage länger dauern können, als wenn man ein deutsches Bankkonto nutzen würde.


Categories: Girokonto