Kontokorrentkredit und Darlehen: Der Unterschied
Unter einem Kontokorrentkredit versteht man einen Kredit in Form einer Kreditlinie, die auf einem Girokonto eingeräumt wird. In der Praxis ist diese Kreditform den meisten Bürgern unter dem Begriff “Dispositionskredit” geläufiger. Unter einem „normalen“ Darlehen wird in erster Linie ein Ratenkredit verstanden, den man oftmals zur Finanzierungen von Anschaffungen im Konsumbereich nutzt. Der erste Unterschied besteht darin, dass beim Kontokorrentkredit nur eine Kreditlinie eingeräumt wird, effektiv aber in dem Sinne kein Kapital ausgezahlt wird.
Tagesgenaue Berechnung und starke Zinsunterschiede
Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Kreditformen besteht in der Rückzahlungsvereinbarung. Beim Dispokredit gibt es keine feste Rückzahlungsvereinbarung und somit auch keine bestimmte Kreditlaufzeit. Beim Ratenkredit hingegen wird die Dauer der Rückzahlung fest vereinbart.
Auch die Art der Zinsberechnung ist anders, als bei einem normalen Ratenkredit üblich. Beim Kontokorrent- oder Dispokredit werden die Zinsen taggenau auf Basis des in Anspruch genommenen Betrages berechnet, also die Summe, welche das Konto im Soll geführt wird, während man bei einem Darlehen für die gesamte Laufzeit auf die volle Darlehenssumme die Zinsen zahlen muss.
Deutliche Abweichungen gibt es auch beim Zinssatz. Während man einen Ratenkredit heute zu einem Zinssatz zwischen 6% und 8% erhält, muss man bei einem Dispokredit immer noch mit einem Zinssatz zwischen 10% und 14% kalkulieren.




