Volksbank Konto mit Dispo: Zinsen und Gebühren
Ein Dispositionskredit ist eine bequeme Sache, doch diese “finanzielle Freiheit” lassen sich die Banken durch hohe Zinsen gut bezahlen. Das gilt auch für die Volksbanken.
Dort gibt es bei den meisten Girokontoangeboten die Möglichkeit, einen Überziehungskredit einzurichten. Jedoch ist bzgl. der Zinssätze zu beachten, dass diese sich von Standort zu Standort unterscheiden können. Positiv ist, dass sich der Kreditrahmen entsprechend der individuellen Bonität anpassen lässt. Das bedeutet, bei steigendem Einkommen kann der Überziehungsrahmen erweitert werden. Die Sollzinsen werden taggenau für den in Anspruch genommenen Betrag berechnet. Die Dispozinsen werden dem Kunden meist quartalsmäßig in Rechnung gestellt und mit den restlichen Kontogebühren vom Girokonto eingezogen.
Unter folgenden Voraussetzungen wird ein Dispokredit gewährt:
- Volljährigkeit
- Regelmäßige Gehaltseingänge
- Prüfung der Bonität anhand des Kontoverlaufs
Mehr Grundgebühr = Mehr Leistung inkl.
Die Volksbank bieten ihren Kunden verschiedene Kontomodelle zur Auswahl an. Auch diese Angebote fallen regional etwas unterschiedlich aus. Sie lassen sich aber im Internet schnell anhand eines Filialfinders ermitteln.
In der Regel bieten die Filialen Girokonten, die ausschließlich online verwaltet werden und klassische Girokonten mit Filialservice plus Onlinebanking. Je höher die monatliche Grundgebühr, desto mehr Leistungen sind inklusive. Dazu gehören Buchungen, Zusendung von Kontoauszügen, Einrichtung von Daueraufträgen und Ein- und Auszahlungen an der Kasse. Bei der Teilnahme am mobileTAN-Verfahren ist eine bestimmte Anzahl an TAN-Anforderungen kostenlos.
Beim Girokonto Premium der Volksbank Mindener Land eG sind bei einem monatlichen Grundpreis von 12,90 Euro alle Buchungen inklusive, ein vorhandenes Guthaben wird mit 0,25% verzinst und für einen vereinbarten Dispokredit gibt es einen Zinsvorteil von 4%. Für jugendliche Kunden werden gebührenfreie Girokonten angeboten. Je nach Filiale brauchen Jugendliche bis 18 oder 25 Jahre, für Studenten bis 27 Jahre, keine Gebühren für die Kontoführung zu zahlen. Ein Guthaben wird variabel verzinst, allerdings wird für Jugendliche kein Dispo eingeräumt.
Dipozinsen: Unterschiede bis zu 6%
Die Stiftung Warentest hat im Oktober 2011 erneut die Dispokonditionen unter die Lupe genommen. 642 Angebote von Kreditinstituten wurden geprüft und mit einem Test aus dem Vorjahr verglichen. Nur etwa die Hälfte der getesteten Banken haben die Zinsen gesenkt. Im Durchschnitt verlangen deutsche Banken 12,4% für die Überziehung des Kontos. Drei regionale Banken verlangen sogar 14,75%, darunter auch die Volksbank Braunlage. Zum Glück gibt es auch Anbieter, die günstiger sind. Viele Banken verlangen unter 10% für die Überziehung, die Deutsche Skatbank berechnet sogar nur 6%.
So kostet eine zehntägige Überziehung mit 1.000 Euro bei der Volksbank Braunlage 4,10 Euro. Bei der günstigen Deutschen Skatbank werden nur 1,67 Euro fällig.
Fazit: In Maßen nutzen
Zum Schluss noch eine Empfehlung: Dispokredite sollten wirklich nur kurzfristig genutzt werden. Sie gehören zu den teuersten Krediten und können von den Banken nach freiem Ermessen reduziert oder komplett aufgehoben werden. Als Kunde muss man dann sein Konto sofort ausgleichen oder es droht die Kündigung.




