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Was ist eine Kapitallebensversicherung: Eine Definition

19. August 2010 Redaktion

Bei der Kapitallebensversicherung handelt es sich um ein Versicherungsprodukt, welches sich allerdings von vielen anderen Versicherungen durch bestimmte Merkmale unterscheidet.

Die auch als kapitalbildende Lebensversicherung bezeichnete Versicherung fällt in den Bereich der Lebensversicherungen und zeichnet sich durch zwei Hauptmerkmale aus.

Das erste Hauptmerkmal ist, dass der Versicherte mit Hilfe der Kapitallebensversicherung eine von ihm gewählte Person, den so genannten Begünstigten, finanziell absichern kann, falls der Versicherte innerhalb der vertraglich festgelegten Laufzeit eines natürliches Todes sterben sollte.

Bis hierhin wäre die Kapitallebensversicherung somit mit einer Risikolebensversicherung identisch. Hinzu kommt nun aber noch die zweite Haupteigenschaft, nämlich dass ein großer Teil der eingezahlten Beiträge zur Kapitalbildung genutzt wird. Rund 80 Prozent der monatlich vom Versicherten eingezahlten Beiträge werden als so genannte Sparanteil von der Versicherungsgesellschaft ertragreich angelegt, sodass die kapitalbildende Lebensversicherung also auch als Sparplan bzw. als Kapitalanlage dient.

Der Zweck einer Kapitallebensversicherung besteht also einerseits in der finanziellen Absicherung der Angehörigen des Versicherten, aber andererseits auch in der Nutzung als Kapitalanlage, Absicherung eines Kredites und sehr häufig auch als private Altersvorsorge.

Der große Vorteil der Kapitallebensversicherung ist die gleichzeitige Absicherung für den Todesfall verbunden mit der Kapitalbildung. Die gezahlten Beiträge sind also nicht „verloren“, sondern bei Fälligkeit der Versicherung erhält der Versicherungsnehmer diese Beiträge verzinst bzw. inklusive der ihm zustehenden Überschussanteile in einer Kapitalsumme ausgezahlt.

Der Nachteil der Kapitallebensversicherung besteht darin, dass diese Anlageform nicht besonders flexibel ist. Man kann die Versicherung zwar jederzeit auflösen und über das angesammelte Kapital verfügen, allerdings entstehen dabei besonders in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss deutliche Verluste. Auch die Tatsache, dass es sich bei der Kapitallebensversicherung um kein riesterfähiges Produkte handelt, stellt sicherlich für viele Anleger, die eine private Altersvorsorge aufbauen möchten, einen Nachteil dar.


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