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Wieviel Eigenkapital ist beim Hauskauf notwendig?

29. Oktober 2009 Redaktion

Um ein Haus zu kaufen, ist in den meisten Fällen die Aufnahme eines Kredites notwendig. Dieser Kredit, der auch als Immobilienkredit bezeichnet wird, zeichnet sich durch lange Laufzeiten und durch die Eintragung einer Grundschuld aus.

Die Grundschuld soll das Risiko der Bank bei Kreditvergaben reduzieren, denn die Institute können bei Zahlungsunfähigkeit die Immobile im Rahmen einer Zwangsversteigerung verkaufen. Da bei diesen Zwangsversteigerungen meist nicht der tatsächliche Objektwert erzielt werden kann, wird bei der Bewertung der Immobilie ein Sicherheitsabschlag von mindestens 20-30% vorgenommen. Daraus folgt, dass nur Darlehen, die über 70-80% des eigentlichen Hauswertes aufgenommen werden, vollständig besichert sind, weitere Darlehensteile können nur blanko vergeben werden. Dabei muss beachtet werden, dass neben dem eigentlichen Kaufpreis der Immobilie auch Nebenkosten beim Hauskauf anfallen. Hierzu gehören zum einen die Grunderwerbssteuern, zum andern auch Notar- und Grundbuchkosten, wodurch nochmals bis zu 10% der Gesamtkosten anfallen können.

Aus diesem Grund fordern die Banken beim Hauskauf Eigenkapital von 20-30%, um eine vollständige Besicherung ihrer Darlehen gewährleisten zu können. Je höher das Eigenkapital jedoch ist, desto positiver wirkt sich dies auf die Kreditvergabe aus, denn mit höherem Eigenkapital sinkt das Risiko der Bank, wodurch auch der Zinssatz für den Hauskredit sinkt. Für erstrangige Darlehen, die nur 50-60% des Hauswertes betragen, werden die niedrigsten Zinsen berechnet, denn hierbei handelt es sich um erstrangige Finanzierungen. Demgegenüber steigt die Zinsbelastung, wenn bei der Hauskauf Finanzierung kein oder nur wenig Eigenkapital eingesetzt werden kann.

Alternativ kann das Eigenkapital auch als Eigenleistung in die Hauskauf Finanzierung deingebracht werden, etwa wenn neben dem Hauskauf auch Renovierungsarbeiten notwendig werden. Der künftige Hausbesitzer können so zum Beispiel Fußbodenverlegearbeiten oder Maler- und Tapezierarbeiten selbst ausführen und so die Handwerkerkosten sparen. Die Banken setzen diese gesparten Kosten dann als Eigenleistung und somit als Eigenkapital beim Hauskauf an.


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