Cap-Darlehen Vergleich anfordern!
Das Cap-Darlehen: Vorteile und Nachteile
Standardisierte Immobiliendarlehen, die in Form von
Annuitätendarlehen
vergeben werden, nutzen einen Festzins für die Zeit der
Zinsbindung, der über einen Zeitraum von 10-15 Jahren garantiert
wird. Im Gegensatz hierzu steht das
Cap-Darlehen.
Dieses Darlehen zeichnet sich vor allem durch ein hohes Maß an
Flexibilität aus, denn Rückzahlungen sind jederzeit
möglich. Gleichzeitig wird der
Zins für das Cap-Darlehen
in regelmäßigen Abständen von drei oder sechs Monaten
dem allgemeinen Zinsniveau angepasst. Grundlage für die
Zinsanpassung ist dabei in den meisten Fällen der so genannte
EURIBOR. Dieser Referenzzinssatz, der für die Geldleihe der Banken
untereinander angesetzt wird, wird regelmäßig neu berechnet
und gibt somit das aktuelle Zinsniveau wider.
Diese
regelmäßige Zinsanpassung führt
dazu, dass die Höhe der für das Darlehen zu zahlenden Rate
stetig variiert, sich die Rate aber vor allem bei einem sinkenden
Zinsniveau reduziert. Bei steigendem Zinsniveau hingegen steigt auch
die Höhe der Ratenbelastung. Um Kreditnehmer trotz steigender
Marktzinsen zu schützen, wird das
Cap-Darlehen mit einer Zins-Obergrenze, der so genannten
Cap-Grenze,
ausgestattet. Auch dann, wenn das allgemeine Zinsniveau diese
Cap-Grenze übersteigt, ist nur dieser maximale Zinssatz, der im
Kreditvertrag festgeschrieben wurde, zu zahlen. Somit bietet das
Cap-Darlehen also maximale Flexibilität bei nur geringem Risiko.
Die Vorteile- und Nachteile von Cap-Darlehen
Die
Vorteile des Cap-Darlehens sind dabei
insbesondere die hohe Flexibilität sowie eine relativ hohe
Planungssicherheit, denn der Cap-Zinssatz kann nicht überschritten
werden. Bei stark steigendem Zinsniveau ist es auch möglich, das
Cap-Darlehen in ein langfristiges Darlehen umzuschulden und so weiteren
Zinserhöhungen zu entgehen. Weiterhin kann das Darlehen jederzeit
ganz oder teilweise zurückgezahlt werden, und zwar ohne
Kündigungsfristen oder Kosten. Auch bei den
Konditionen können Darlehensnehmer von Cap-Darlehen
sparen,
denn die kurzfristigen Zinsen liegen meist unter denen für
langfristige Finanzierungen, so dass auch die monatliche Ratenbelastung
geringer ist.
Neben den Vorteilen gibt es beim
Cap-Darlehen aber auch Nachteile.
Hierzu gehören vor allem die steigenden Kosten bei sich
erhöhenden Zinsen. Weiterhin sind die Bonitätsanforderungen
für diese Darlehen meist höher, da hier auch geprüft
wird, ob Darlehensnehmer die Raten auch bei steigendem Zinsniveau
tragen können. Letztlich berechnen die Banken für das
Cap-Darlehen regelmäßig eine
Cap-Gebühr, die bei Vertragsabschluss berechnet wird und somit die Finanzierungssumme erhöht.
Wann ein Cap-Darlehen besonders geeignet ist
Die Aufnahme eines Cap-Darlehens ist besonders dann geeignet, wenn das aktuelle
Zinsniveau
sehr hoch ist, Darlehensnehmer aber von sinkenden Gesamtmarktzinsen
ausgehen. Weiterhin eignet sich diese Darlehensart dann, wenn man sich
mit dem Darlehen nicht langfristig binden und flexibel bleiben
möchte. Vor allem Darlehensnehmer, die nur sehr
unregelmäßig verdienen oder jährlich hohe
Bonuszahlungen erhalten, können
mit dem Cap-Darlehen ihre finanzielle Situation besser koordinieren.
Letztlich bietet sich das Cap-Darlehen auch dann an, wenn eine neue
Immobilie erworben und gleichzeitig eine bestehende Immobilie verkauft
werden soll. Da nicht genau vorhergesagt werden kann, wann die Zahlung
für die Alt-Immobilie eingeht, kann man
mit dem Cap-Darlehen flexibel bleiben.
Die Zinsen und Konditionen von Cap-Darlehen
Die
Zinsen des Cap-Darlehens orientieren sich
maßgeblich am allgemeinen Zinsniveau und somit am Leitzins der
Zentralbank. Grundlage für viele Cap-Darlehen ist dabei der
EURIBOR, der Interbankenzinssatz,
zu dem sich auch die Kreditinstitute untereinander Geld leihen und
verleihen. Trotz dessen ist es den Banken möglich, Aufschläge
auf den EURIBOR zu erheben, dessen Höhe sich von Bank zu Bank
stark unterscheiden kann. Ein Vergleich der
Konditionen von Cap-Darlehen
ist daher enorm wichtig. Eine ebenso wichtige
Vergleichsgröße ist die Cap-Grenze, die natürlich
möglichst niedrig sein sollte, um das Risiko steigender
Darlehenszinsen
zu reduzieren. Auch sollte geprüft werden, für welchen
Zeitraum die Cap-Grenze festgelegt wird. Die Grenze kann für drei,
fünf, 10 oder 15 Jahre vereinbart werden. Neben den
Zinssätzen fallen für Cap-Darlehen auch
Bearbeitungsgebühren sowie mitunter Wertermittlungsgebühren
und Kosten für die Eintragung der
Grundschuld an.