Umfinanzierung
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Umfinanzierung: Der Ratgeber

Was ist eine Umfinanzierung und wann wird diese angewendet?

Eine Umfinanzierung wird oftmals auch als Umschuldung bezeichnet und beinhaltet, dass ein Darlehen oder mehrere bestehende Kredite durch ein neues Darlehen ersetzt oder auch ergänzt werden.

Der Kreditnehmer ändert also im Grunde die Struktur seiner Gesamtfinanzierung, weshalb man in dem Zusammenhang auch von einer Umfinanzierung spricht. Eine Umfinanzierung kann in verschiedenen Bereichen stattfinden und wird in erster Linie im Rahmen einer Immobilienfinanzierung angewendet, vermehrt werden aber auch in Anspruch genommene Dispositionskredite in Ratenkredite umgeschuldet. Auch für den Fall, dass man mehrere Darlehen zu einem Kredit zusammenfassen möchte, bietet sich die Umschuldung als wählbarer Weg an.

Allgemein sollte man natürlich darauf achten, dass die Umfinanzierung Vorteile bringt, womit in erster Linie Kostenvorteile in Form von zukünftig weniger zu zahlenden Zinsen gemeint sind. Besonders bei der Umfinanzierung eines Dispokredites in einen Ratenkredit kann man unter Umständen sogar fast 50 Prozent der bisherigen Zinskosten einsparen.

Vorteile und Kosten der Umfinanzierung

Unabhängig davon, welche Umfinanzierung man im Einzelnen vornimmt, können Umschuldungen als solche zwei Hauptvorteile haben. Zum einen kann man oftmals Zinsen sparen, wenn der Zinssatz bei neuen Darlehen, in welches man umfinanziert, geringer ist als beim bisherigen Darlehen. Dieses ist vor allen Dingen bei der Umschuldung eines Dispokredites, wo man einen Zinssatz in Höhe von ca. 12 Prozent zahlen muss, in einen Ratenkredit der Fall, den man oftmals schon zu einem Zinssatz von rund sechs Prozent bekommen kann. Gleiches gilt auch im Bereich der Immobilienkredite, wo schon recht geringe Änderungen der Hypothekenzinsen dafür sorgen können, dass sich die Zinsbelastung beim neuen Darlehen gegenüber dem bisherigen Immobilienkredit deutlich reduziert. Zum anderen besteht ein möglicher Vorteil der Umfinanzierung auch darin, dann man vorhandene Finanzierungen besser strukturiert. Das ist beispielsweise der Fall, wenn man 5-6 „kleine“ Darlehen zu einem „großen“ Kredit zusammenfassen kann.

Bezüglich der Kosten, welche bei der Umfinanzierung entstehen können, kommt es auf die Art der umgeschuldeten Darlehen an. Löst man den Dispokredit mit einem Ratenkredit ab, entstehen in der Regel keine Kosten, gleiches gilt für die Ablösung eines Ratenkredites und „Ersatz“ durch einen anderen Ratenkredit. Möchte man hingegen einen Immobilienkredit vor Ablauf der Vereinbarung ablösen und somit vorzeitig eine Umfinanzierung vornehmen, fallen in der Regel Kosten in Form der Vorfälligkeitsgebühren an.

Was ist bei einer Umfinanzierung zu beachten?

Während eine Umfinanzierung in Form der Ablösung eines Dispokredites durch einen zinsgünstigeren Ratenkredit im Grunde nur Vorteile bietet, muss man bei einer vorzeitigen Ablösung eines Immobilienkredites beachten, dass in der Regel Kosten in Form der Vorfälligkeitsentschädigung anfallen. Diese Kosten müssen genau gegen die Zinsersparnis gegen gerechnet werden, die man durch die Umfinanzierung in das günstigere Darlehen erzielen möchte.

Ganz allgemein muss man bei einer geplanten Umfinanzierung natürlich beim neuen Darlehen auf die Konditionen des Angebotes achten und auch Angebote vergleichen, und man sollte natürlich nie ein bereits bestehenden Darlehen kündigen, bevor man nicht den Kreditvertrag für das neue Darlehen unterschrieben hat.

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