Forward-Darlehen Infos:
Sicherung der Zinsen und Konditionen


Das Forward-Darlehen ist in den Bereich der Immobilienkredite einzuordnen, und zwar konkret in die Sparte von Darlehen, die im Zuge einer Anschlussfinanzierung zu nutzen sind. Insofern kann der Forwardkredit dazu genutzt werden, schon vor Ablauf des aktuellen Hypothekendarlehens für einen neuen zukünftigen Zeitraum eine Anschlussfinanzierung vorzunehmen.

Der Unterschied zwischen dem Forward-Darlehen und einer "normalen" Anschlussfinanzierung mittels eines gewöhnlichen Immobilienkredites besteht darin, dass der Forwardkredit Monate oder sogar schon wenige Jahre vor der Fälligkeit des bisherigen Darlehens abgeschlossen wird, während die gewöhnliche Anschlussfinanzierung erst bei Fälligkeit der bisherigen Finanzierung erfolgt. Beim Forward-Darlehen gibt es neben den üblichen Darlehenskonditionen, wie zum Beispiel Zinssatz, Laufzeit, Zinsbindung etc. noch besondere Konditionen zu beachten.

Besondere Konditionen sowie Vorteile und Nachteile

Eine besondere Kondition ist beim Forwardkredit der Zinsaufschlag, den der Kreditnehmer quasi als Gegenleistung für die erhaltene Zinssicherheit zahlen muss. Der Zinsaufschlag ist natürlich ein zusätzlicher Kostenfaktor und beträgt zumeist rund 0,40 Prozent.
Manche Banken berechnen die Höhe des Aufschlages auch nach der Vorlaufzeit als weitere besondere Kondition. So verlangt die Bank dann beispielsweise einen Zinsaufschlag von 0,05 Prozent für jeden Monat, den man das Forward-Darlehen vor Ablauf der bisherigen Finanzierung abschließt. Ob die Wahl dieser vorzeitigen Anschlussfinanzierung letztendlich einen wirtschaftlichen Vorteil oder einen Nachteil darstellt, lässt sich im Prinzip nur rückwirkend feststellen. Als Vorteile und Nachteile sind zu nennen:

Vorteile:
Nachteile:

Welche Chancen und Risiken brigt der Abschluss?

Mit dem Abschluss eines Forward-Darlehens sind sowohl Chancen als auch Risiken verbunden. Die Chance besteht darin, dass der Kreditnehmer bei einer günstigen Entwicklung der Hypothekenzinsen, was in dem Fall steigende Zinssätze bedeuten würde, eine Zinsersparnis gegenüber der "normalen" Anschlussfinanzierung nach Fälligkeit der aktuellen Zinsvereinbarung erzielen könnte. Das Risiko besteht hingegen darin, dass die Marktzinsen fallen oder nicht in ausreichendem Maße steigen. Dann wäre das Forward-Darlehen wegen dem Zinsaufschlag für den Kreditnehmer teurer, als wenn er bis zur Fälligkeit der aktuellen Vereinbarung mit der Anschlussfinanzierung gewartet hätte.

Wann ist das Forward-Darlehen sinnvoll und was ist beim Vergleich zu beachten?

Sinn macht der Abschluss eines Forward Kredites also einerseits nur dann, wenn die aktuelle Zinsvereinbarung in etwa sechs bis 36 Monaten ausläuft und wenn andererseits mit steigenden Hypothekenzinsen zu rechnen ist. Bei der Wahl der Anbieter sollte, wie bei der Erstfinanzierung auch, auf die verschiedenen Konditionen geachtet werden, um das beste Angebot nutzen zu können. Im Vordergrund steht der Vergleich des Effektivzinses und auch des Zinsaufschlages, sodass man in der Summe das günstigste Forward-Darlehen ausfindig machen kann.