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Hypothekenkredit für Ihr Eigenheim
Hypothekenkredit: Was ist das?
Ein Hypothekenkredit, der auch als
Immobilienkredit
bezeichnet wird, gehört zur Gruppe der Baudarlehen. Mit diesen
Krediten ist es möglich, Baufinanzierungsprojekte wie etwa
Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen sowie den Bau oder
den Kauf einer Immobilie zu finanzieren. Dabei ist der
Hypothekenkredit in jedem Fall zweckgebunden
und muss für den bei Kreditantragstellung benannten
Verwendungszweck eingesetzt werden. Diese Verwendung muss der Bank dann
auch nachgewiesen werden, etwa durch die Vorlage der
Fälligkeitsmitteilung des Notars oder durch Rechnungen der am Bau
beteiligten Handwerker.
Kennzeichnen von einem Hypothekenkredit ist weiterhin
seine lange Laufzeit, die mehr als 30 Jahre betragen kann. Durch diese
Laufzeiten sind trotz der meist hohen Kreditsummen von mehr als 100.000
Euro relativ niedrige Monatsraten möglich.
In den meisten Fällen wird der
Hypothekenkredit als Annuitätendarlehen
vergeben. Bei diesen Darlehen können Kreditnehmer eine
Zinsbindungsfrist vereinbaren, die bei einigen Anbietern sogar
über die gesamte Laufzeit festgeschrieben werden kann. Dies gibt
natürlich Planungssicherheit für den Kreditnehmer, die
Zinssätze sind bei derart langen Zinsbindungsfristen allerdings
meist höher. Üblich sind Zinsbindungsfristen zwischen 10-15
Jahren.
Die Zinsermittlung beim Hypothekenkredit
Einer der wichtigsten Punkte beim
Abschluss von einem Hypothekenkredit
ist zweifelsfrei der Zinssatz, denn neben dem Tilgungssatz ist er ist
ausschlaggebend für die Höhe der monatlichen Kreditrate sowie
der Gesamtbelastung aus dem Darlehen.
Die
Zinsen für den Hypothekenkredit werden
anhand verschiedener Faktoren ermittelt. Dies ist zum einen das
allgemeine Zinsniveau. An diesen Zinsen entscheidet sich die
mögliche Refinanzierung der Banken, die durch die Vergabe von
Krediten natürlich Gewinne erzielen wollen. Weiterhin ist aber
auch die Bonität des Kreditnehmers und damit das jeweilige
Ausfallrisiko für die Bank entscheidend. Um dieses zu prüfen,
wird ein Scoring durchgeführt, bei dem Verbindlichkeiten,
Vermögen und Einnahmen und Hausgaben des Kreditnehmers unter die
Lupe genommen werden. Nur dann, wenn der Kreditnehmer ein ausreichend
hohes Einkommen nachweisen kann und bestehende Kreditverpflichtungen
erfüllt wurden, kann der Kredit vergeben werden.
Im Rahmen des Scorings wird weiterhin geprüft, ob die vorhandene Sicherheit, die
Grundschuld,
ausreichend werthaltig ist. Dies ist dann der Fall, wenn bei einer
Verwertung mindestens der Kreditwert erzielt werden kann. Anhand einer
Beleihungswertermittlung, die den aktuellen Verkehrswert widerspiegeln
soll, wird die Bank diese Tatsache prüfen. Um eine erhöhte
Sicherheit zu erreichen, wird zudem ein Abschlag von mindestens 20% auf
den Verkehrswert vorgenommen, da der Erlös bei Versteigerungen
häufig vom Verkehrswert abweicht.
Aufgrund dieser Tatsache fordern die Banken noch immer ein Eigenkapital
von mindestens 20% der Finanzierungssumme, denn andernfalls würde
dieser Darlehensteil blanko vergeben, was zu erhöhtem Risiko
für die Bank und zu Zinsaufschlägen für den Kreditnehmer
führt. Um günstige Darlehen zu finden, lohnt sich ein
Zinsvergleich im Internet. Hierbei werden jedoch nur die jeweils
niedrigsten
Zinssätze für den
Hypothekenkredit
angegeben, die sich nach Einreichung der Kreditunterlagen noch
ändern können. Dabei ist die Höhe der
Zinsaufschläge von Bank zu Bank sehr unterschiedlich, da jedes
Institut eigene Scoring-Vorschriften ansetzt. Derartige
Vergleichsseiten sollten also nur ein erster Anhaltspunkt sein, das
Einholen von exakten Finanzierungsangeboten ist dennoch notwendig.
Die Kosten für den Hypothekenkredit
Für den
Hypothekenkredit fallen nicht nur die im Vergleich angegebenen Zinsen, sondern auch verschiedene weitere
Kosten und Gebühren
an. Diese sollten bei einem Finanzierungsgespräch unbedingt
erfragt werden, denn sie nehmen Einfluss auf die Gesamtkosten des
Kredites. Zu den wichtigsten Kosten gehören die
Bearbeitungsgebühren, die häufig in Prozent vom
Darlehensbetrag berechnet werden.
Üblicherweise werden dabei zwischen 0,5-1% der Darlehenssumme
berechnet, was gerade bei größeren Darlehensbeträgen
belastet. Lediglich einige Direktbanken verzichten bereits auf die
Bearbeitungsgebühr, was sich natürlich
positiv auf den effektiven Jahreszins auswirkt.
Dieser Effektivzins gibt Auskunft, welche Kosten für den Kredit
tatsächlich entstehen. Auch die Bearbeitungsgebühr wird hier
berücksichtigt.
Neben den Bearbeitungsgebühren berechnen einige Banken
zusätzlich eine Wertermittlungsgebühr für die Berechnung
des Verkehrswertes des Hauses. Auch diese Gebühr kann nochmals bis
zu 1% der Darlehenssumme betragen. Zu beachten ist hierbei, dass die
Wertermittlungsgebühr nicht in den Effektivzins eingerechnet
werden muss und daher oft „verschleiert“ wird. Bei
größeren Kreditsummen fordern die Banken von den
Kreditnehmern zudem ein Wertgutachten eines Sachverständigen. Auch
diese Kosten sind vom Kreditnehmer zu tragen. Als weitere Kreditkosten
können weiterhin Kontoführungsgebühren oder
Kontoauszugsgebühren anfallen, die jedoch relativ gering sind,
sind während eines Zeitraums von 30 Jahren trotz dessen zu hohen
Beträgen summieren können.
Letztlich sollten Kreditnehmer nicht vergessen, dass für den
Hypothekenkredit eine Grundschuld eingetragen
werden muss. Diese Grundschuld muss bei einem Notar vereinbart und dann
ins Grundbuch eingetragen werden. Auch diese Kosten muss jeder
Kreditnehmer selbst tragen, die Höhe orientiert sich an der
jeweiligen Höhe der Grundschuld.
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