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Die Immobilienfinanzierung: Alle Informationen
Unter einer
Immobilienfinanzierung
versteht man die Kreditvergabe im Zusammenhang mit dem
Kauf
oder dem Bau eines Hauses. Auch für
Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten kann eine
Immobilienfinanzierung genutzt werden.
Grundlegend ist ein Immobilienfinanzierung immer zweckgebunden, so dass
Kreditnehmer der Bank nachweisen müssen, wofür das
Geld ausgegeben wurde. Dieser Nachweis kann durch Rechnungen der
Handwerker, Kaufpreis-Fälligkeitsmitteilungen des Notars oder
aber Rechnungen des Bauträgers erfolgen.
Der Ablauf einer Immobilienfinanzierung
Grundsätzlich sollte eine Immobilienfinanzierung
immer auf die persönlichen Bedürfnisse des
Kreditnehmers abgestellt sein, denn nur so kann
sichergestellt werden, dass die Rückzahlung der vereinbarten
Raten während der gesamten Darlehenslaufzeit möglich
ist.
Antragsteller, die eine Immobilienfinanzierung nutzen wollen,
müssen der Bank verschiedene Unterlagen einreichen, mit denen
dann die notwendige Bonitätsprüfung
durchgeführt wird. Diese Bonitätsprüfung
soll der Bank Auskunft geben, ob der Kreditnehmer in der Lage ist,
heute und in Zukunft die Darlehensraten zu tragen. Hierfür
wird eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellt, bei der
Einkünfte und Ausgaben gegenübergestellt werden. Um
die Einkünfte zu belegen, müssen Kreditnehmer
mindestens drei aufeinander folgende Lohn- und Gehaltsnachweise
einreichen, zudem ist die Vorlage des Einkommenssteuerbescheides
notwendig. Selbstständige Antragsteller sind verpflichtet, die
letzte aktuelle Bilanz sowie die betriebswirtschaftlichen Auswertungen
vorzulegen.
Doch nicht nur die Kreditfähigkeit allein ist
Ausschlag dafür, ob eine Immobilienfinanzierung vergeben wird.
In jedem Fall dient den Banken als Sicherheit für das Darlehen
eine
Grundschuld,
die ins Grundbuch eingetragen wird. Sollte der Kreditnehmer seinen
Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, wird das Haus
zwangsversteigert. Der Erlös soll dann die noch offenen
Forderungen decken. Um herauszufinden, ob der Wert des Hauses in
Relation zur Kreditvergabe steht, muss eine Wertermittlung
durchgeführt werden. Hierzu benötigt die Bank den
aktuellen Grundbuchauszug, die Flurkarte sowie Bilder vom Objekt.
Wurde der Antrag positiv beschieden, werden die
Kreditverträge
für die Immobilienfinanzierung ausgefertigt und
können vom Kreditnehmer unterschrieben werden. Im Anschluss
daran ist die Grundschuldeintragung über einen Notar
notwendig, denn diese Eintragung gehört in der Regel zu den
Auszahlungsvoraussetzungen.
Die Konditionsermittlung bei der Immobilienfinanzierung
Die Konditionen bei der Immobilienfinanzierung sind von
Bank zu Bank sehr unterschiedlich, so dass Antragsteller
in jedem Fall vergleichen müssen.
Schon ein Unterschied von 0,1% pro Jahr kann sich zu Mehrkosten von
einigen Tausend Euro summieren (
Deshalb empfehlen wir
Ihnen die unseren Immobilienfinanzierung Vergleich).
Die Banken berechnen ihre Konditionen dabei vornehmlich anhand der
Darlehenshöhe sowie der gewünschten Zinsbindungszeit.
Je länger die Zinsbindung gewünscht wird, desto
höher ist natürlich der Zins, denn die Bank muss sich
für einen längeren Zeitraum refinanzieren. Daneben
spielt aber auch die oben genannte Wertermittlung sowie die
Bonitätsprüfung eine wichtige Rolle für die
Zinsfindung. Je besser die Bonität und je höher der
Wert des Hauses in Relation zur Kreditvergabe, desto geringer sind auch
die
Zinssätze bei der Immobilienfinanzierung.
Der Grund hierfür ist die von den Banken seit 2007 zu
tätigende Rücklage für Kredite, die mit
zunehmendem Finanzierungsrisiko ansteigt. Dabei ist zu beachten, dass
im Internet in der Regel immer die geringsten Konditionen angezeigt
werden. Je nach Bonität und Beleihungswertauslauf
können hier noch
Zinsaufschläge
bei der Immobilienfinanzierung berechnet werden.
Tipps für die Immobilienfinanzierung
Die Entscheidung für eine Immobilienfinanzierung
wird von vielen Menschen nur einmal im Leben getroffen.
Es ist daher wichtig, sich vorab mit den wichtigsten
Vertragsbedingungen zu beschäftigen und einen
Finanzierungsberater zu finden, der die Finanzierung auf die eigenen
Bedürfnisse abstellt.
Eines der am häufigsten genutzten Darlehen für die
Immobilienfinanzierung ist das Annuitätendarlehen.
Es weist eine feste Zinsbindungszeit aus, während dessen
sowohl der Zins als auch die Rate konstant bleibt. Da die
Darlehenszinsen für
Immobilienkredite
derzeit besonders niedrig sind lohnt es sich, eine möglichst
lange Zinsbindung zu vereinbaren, um das Zinsänderungsrisiko
zu minimieren. Gleichzeitig sollte die Tilgung bei einer
Immobilienfinanzierung nicht zu hoch angesetzt werden, vor allem junge
Familien sollten ihre persönliche Lebensplanung
(Familienzuwachs) nicht außer Acht lassen.
Im Idealfall ist die
Immobilienfinanzierung mit einer
Tilgungsänderungsoption ausgestattet, so dass
die Kreditrate im Ernstfall nach unten angepasst werden kann. Sollte
während der Kreditlaufzeit Guthaben angespart werden lohnt es
sich, Sondertilgungsoptionen in den Darlehensvertrag der
Immobilienfinanzierung zu integrieren.
Neben dem
Annuitätendarlehen
bieten auch
Bausparverträge eine gute
Möglichkeit für die Immobilienfinanzierung,
denn sie sind weitaus flexibler und zinsgünstig. Wer sein Haus
erst jetzt baut oder sich ab 2008 für den Kauf der Immobilie
entschieden hat, kann zudem die Riester-Förderung für
den Bausparvertrag nutzen. So werden Anspar- und Tilgungsphase der
Immobilienfinanzierung
durch staatliche Zulagen unterstützt.
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Immobilienfinanzierung
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