Informationen zum Ratenkredit
Definition Ratenkredit
Ein
Ratenkredit ist ein Kredit, der
während der gesamten Laufzeit
in gleich
bleibenden Monatsraten zurückgezahlt wird.
Dabei bleibt nicht nur die Kreditrate, sondern auch der bei
Vertragsabschluss vereinbarte Kreditzins konstant.
Im Vergleich zu anderen Krediten, bei denen die
Kreditzinsen
auf die jeweilige Restschuld berechnet und zusammen mit dem
Tilgungsanteil dem Kunden belastet werden, werden die für die
Gesamtlaufzeit zu zahlenden
Zinsen beim
Ratenkredit
schon bei
Vertragsabschluss ermittelt.
Dieser Zinsbetrag wird dann ebenso wie eventuell anfallende
Bearbeitungsgebühren und Beiträge für eine
Restschuldversicherung der Kreditsumme zugerechnet. Für die
Berechnung der Kreditrate wird dieser Betrag dann durch die
Laufzeitmonate, die vom Kunden frei wählbar sind, dividiert.
Zur
Wahl stehen dabei meist
Laufzeiten von 12-84 Monate,
einige Banken haben die Laufzeit sogar auf 120 Monate
verlängert.
Unabhängig davon, für welche Laufzeit sich der Kunde
entschieden hat, in jedem Fall wird durch diese Ratenberechnung
gewährleistet, dass der Kredit zum Laufzeitende
vollständig
getilgt ist.
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Mittlerweile ist der
Ratenkredit einer
der in
Deutschland am häufigsten vergebenen
Kredite.
Grund hierfür ist zum einen, dass es sich um einen
standardisierten Kredit handelt, der von den Banken heute meist
kurzfristig vergeben werden kann. Einige Großbanken haben
sogar
die Möglichkeit, den Kreditantrag ihrer Kunden direkt vor Ort
zu
entscheiden und den gewünschten
Kreditbetrag daher bereits am
nächsten Werktag auszuzahlen. Doch nicht nur die Filialbanken,
auch viele Direktbanken und Kreditvermittler haben sich auf den
Ratenkredit als Finanzierungsmöglichkeit spezialisiert, denn
er
ist für zahlreiche Situationen einsetzbar. So kann er zum
Beispiel
zur
Finanzierung neuer Möbel
oder eines neuen Autos (
Infos zum
Autokredit) verwendet werden, er kann aber auch der
Umschuldung
vorhandener Dispositionskredite oder der Bezahlung offener Rechnungen
dienen. Der Nachweis über die jeweilige Verwendung ist nicht
notwendig, auch wenn die Banken bei ihrer Kreditvergabe in der Regel
nachfragen, wofür der Kreditbetrag benötigt wird.
Voraussetzungen für die Kreditvergabe
Um einen
Ratenkredit beantragen zu
können,
müssen Antragsteller einige Voraussetzungen erfüllen.
Hierzu
gehört natürlich die Volljährigkeit, denn
Kreditvergaben
an Minderjährige sind ausgeschlossen. Weiterhin werden
Ratenkredite in der Regel nur an Arbeitnehmer vergeben, die eine
mindestens sechsmonatige Beschäftigung bei ihrem derzeitigen
Arbeitgeber nachweisen können. Die Kreditvergabe an
Selbstständige oder Freiberufler ist nur bei wenigen Banken
möglich und wird in der Regel auf bestimme Berufsgruppen
beschränkt.
Letztlich ist es ebenfalls notwendig, dass Antragsteller über
ein
regelmäßiges Einkommen verfügen, mit dem
die
Finanzierung langfristig gesichert ist. Dies wird anhand einer
Haushaltsrechnung überprüft, bei der Einnahmen und
Ausgaben
gegenübergestellt werden. Anhand dieser Informationen erstellt
die
Bank ein internes Scoring, welches das Risiko eines Kreditausfalls
wiedergibt. Je höher dieses Risiko von der Bank
eingeschätzt
wird, desto höhere Rückstellungen müssen
gebildet
werden. Die hierzu notwendigen Kosten werden den Kunden in Form
höherer Kredite in Rechnung gestellt.
Kosten und Gebühren bei Ratenkrediten
Zu den
wichtigsten Kosten bei einem Ratenkredit
gehören natürlich die an die Bank zu zahlenden
Zinsen. Diese
sind zum einen abhängig von der Kreditsumme sowie der
Laufzeit,
zum anderen spielen aber auch individuelle Faktoren wie Einkommen und
Beschäftigungsdauer eine Rolle. Daher werden die Zinsen
für
alle Kunden jeweils neu berechnet, eine pauschale Aussage über
die
Höhe der Zinsen kann daher nicht getroffen werden. Auch die im
Internet häufig genannten Zinsen von unter 4% p.a. sind kaum
realistisch, denn Statistiken zeigen, dass etwa 90-95% aller Kunden mit
Zinsaufschlägen kalkulieren müssen. Lediglich dann,
wenn
Banken ihren Ratenkredit mit bonitätsunabhängigen
Zinssätzen anbieten, kann mit diesem Zins tatsächlich
gerechnet werden. Neben den Zinssätzen müssen
Kreditnehmer
auch die allgemein übliche Bearbeitungsgebühr
beachten, die
zwischen 1-3% der Kreditsumme betragen kann. Sie muss jedoch bei der
Berechnung des
effektiven Jahreszinses
angesetzt werden, wodurch dieser Zins eine gute
Vergleichsgröße für Ratenkredite darstellt.
Weiterhin bieten nahezu alle Banken eine Restschuldversicherung an, die
im Todesfall, bei Arbeitslosigkeit sowie bei Berufsunfähigkeit
leistet. Die Kosten für diese Versicherung berechnen sich nach
dem
Alter sowie der Kreditsumme und können mitunter eine
zusätzliche Belastung darstellen.
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