Akzeptkredit

Der Akzeptkredit gehört zu den recht unbekannten Kreditarten, zumindest im Privatkundenbereich. Dieser Kredit wird ohnehin vorwiegend im Bereich der gewerblichen Kunden genutzt, denn die Grundlage dieses Darlehens ist ein Wechsel, der im Bereich von Privatkunden so gut wie überhaupt nicht mehr als Zahlungsmittel genutzt wird. Der Akzeptkredit funktioniert in der Praxis so, dass der Kunde zunächst einen Wechsel auf die Bank zieht, die Bank wird somit auch rechtlich zum Bezogenen des Wechsels und haftet gegenüber einem Dritten, nämlich dem Gläubiger der Forderung und zugleich Begünstigten des Wechsels. Diese Haftung übernimmt die Bank jedoch nur unter einer bestimmten Voraussetzung, nämlich dass der Kunde spätestens am Tag vor Fälligkeit das entsprechende Kapital auf seinem Konto hat, welches zur Zahlung des Wechsels und somit zum Begleichen der Wechselforderung notwendig ist.

Für den Kunden hat der Akzeptkredit in erster Linie den Vorteil, dass es als Nachweis einer sehr guten Bonität gegenüber Dritten gilt, zum Beispiel Lieferanten des Kunden, dass man überhaupt einen solchen Akzeptkredit erhalten kann. Und tatsächlich vergeben nahezu alle Banken einen Akzeptkredit auch nur an Kunden mit einwandfreier Bonität. Den Akzeptkredit, auch als Wechselkredit oder Diskontkredit bezeichnet, erhält der Kunde selbstverständlich von der Bank nicht kostenlos, sondern es fällt für den Akzeptkredit eine so genannte Akzeptprovision an, die der Kunde an die jeweilige Bank zahlen muss. Die Höhe der für den Akzeptkredit zu zahlenden Akzeptprovision liegt in der Regel je nach Bank zwischen zwei und drei Prozent per Anno (berechnet auf der Grundlage des Wechselbetrages), somit handelt es sich bei dem Akzeptkredit also um einen relativ preiswerten Kredit. Die meisten Banken berechnen zusätzlich allerdings auch noch eine Bearbeitungsgebühr zwischen 0,5 und 0,8 Prozent, ebenfalls pro Jahr.