Kreditsumme

Im Zusammenhang mit Krediten fallen immer wieder zahlreiche Begriffe. Neben dem Effektivzins, der monatlichen Rate, dem Auszahlungsbetrag und der Laufzeit fällt auch immer wieder der Begriff der Kreditsumme. Bei Kreditgeschäften hat die Kreditsumme dabei eine wichtige Bedeutung und sollte insbesondere nicht mit dem Auszahlungsbetrag eines Kredites verwechselt werden.

Der Auszahlungsbetrag ist nämlich die Summe, die dem Kreditnehmer vom Kreditgeber ausgezahlt wird. Die Kreditsumme ist hingegen die Summe, die der Kreditnehmer dem Kreditgeber bei vertragsgemäßer Abwicklung zurückzahlt. Sie schließt alle anfallenden Gebühren und Zinsen mit ein. Entsprechend ist natürlich die Kreditsumme deutlich höher als der Auszahlungsbetrag. Die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag und Kreditsumme kann dabei als Kosten für den Kredit interpretiert werden.

Daher ist die Kreditsumme bei Abschluss von Finanzierungsgeschäften auch so wichtig. Denn der Auszahlungsbetrag oder die Höhe der monatliche Raten sowie die Laufzeit des Kreditvertrages treffen im Allgemeinen keine verlässlichen Aussagen über die Kosten, die der Kredit auf Seiten des Kreditnehmers über die gesamte Laufzeit hinweg verursacht. Insbesondere bei hohen Kreditbeträgen – wie sie beispielsweise bei einer Immobilienfinanzierung üblich sind – können selbst kleine Unterschiede bei den Nachkommastellen des Schuldzinssatzes zu großen Unterschieden bei der Kreditsumme führen. Schnell können hier insbesondere bei Verträgen mit langer Laufzeit durch nur geringe Unterschiede beim Zinssatz einige Tausend Euro Differenz zwischen verschiedenen Angeboten zusammenkommen.

Für künftige Kreditnehmer, die unnötige Kosten bei Krediten vermeiden wollen, ist ein Kreditvergleich ratsam. So können beispielsweise neben der monatlichen Belastung durch den Kredit und die Laufzeit auch die Kreditsummen unterschiedlicher Angebote verglichen werden. Das ermöglicht oftmals eine Optimierung der Faktoren wie Kosten, Laufzeit und monatlicher Rate.