Revolving-Kredit

Eine recht spezielle Darlehensart stellt der nicht sehr bekannte Revolving-Kredit dar. Der Revolving-Kredit wird oftmals auch als revolvierender Kredit bezeichnet und im Grunde ist dieser Kredit zwar nicht unbedingt unter diesem Namen, aber von der Funktionsweise her fast jedem Kunden bekannt. Hauptmerkmal vom Revolving-Kredit ist, dass ein bestimmter Kreditrahmen dem Kunden zur Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Innerhalb eines fest vereinbarten Zeitraums muss dann der in Anspruch genommene Betrag zurück geführt werden, dabei werden ebenfalls bestimmte Raten vereinbart, es können aber auch jederzeit Sondertilgungen noch zusätzlich geleistet werden.

Nachdem der Kredit getilgt wurde, kann der Revolving-Kredit dann aber sofort wieder in Anspruch genommen werden. Somit ähnelt der Revolving-Kredit in größerem Maße dem Kontokorrent oder dem aus dem Privatkundenbereich bekannten Dispokredit, wo der Kunde ebenfalls im Rahmen einer Kreditlinie Verfügungen vornehmen kann, nur dass eben beim Revolving-Kredit feste Rückzahlungen vereinbart werden, was bei dem Dispokredit nicht der Fall ist.

In erster Linie wird der Revolving-Kredit heute Geschäftskunden zur Verfügung gestellt. Für diese ist es sehr praktisch, wenn nicht jedes Mal nach Tilgung eines Darlehens ein neuer Kredit vereinbart werden muss, sondern wenn eben mittels vom Revolving-Kredit ein Betrag immer wieder auf Neue genutzt werden kann. Eine sinnvolle Anwendung findet der Revolving-Kredit zum Beispiel im Bereich der Vorfinanzierung von Waren. So kann ein Verkäufer beispielsweise zunächst den Einkauf der Waren durch den Revolving-Kredit vorfinanzieren und diese Kreditsumme dann nach und nach durch den Verkauf der Waren zurückzahlen, bis alle Waren verkauft sind und mit der nächsten Inanspruchnahme des Kredites wieder neue Waren eingekauft werden können. Der Zinssatz für den Revolving-Kredit ist recht variabel zu vereinbaren und liegt im Durchschnitt bei rund 6-10 Prozent.