Tilgungssatz

Bei einem Immobilienkredit spielen bezüglich der Konditionen vor allen Dingen der Zinssatz und der Tilgungssatz eine große Rolle. Während der Zinssatz im Normalfall von der jeweiligen Bank, also vom Kreditgeber vorgegeben wird, kann sich der Kreditnehmer den Tilgungssatz in der Regel aussuchen. Dabei sollte man natürlich darauf achten, dass man sich für einen Tilgungssatz entscheidet, welcher die finanzielle Belastung in Form der Kreditrate nicht zu hoch werden lässt. Beim Hypothekendarlehen ist es zu Beginn so, also im Rahmen der Erstfinanzierung, dass man hier einen Tilgungssatz wählt, der ein oder zwei Prozent beträgt. Ein Tilgungssatz von zum Beispiel drei Prozent wäre bereits außergewöhnlich hoch. Auch wenn ein Tilgungssatz von zwei Prozent nicht nach sehr viel klingt, so muss man sich verdeutlichen, was dieser Satz in Zahlen bedeutet.



Nimmt man beispielsweise ein Darlehen in einer Höhe von 150.000 Euro zur Immobilienfinanzierung in Anspruch und startet mit einem Tilgungssatz von zwei Prozent, dann würde das immerhin eine jährliche Belastung von 3.000 Euro an Tilgung bedeutet. Wenn man nun noch den Zinssatz von ca. vier Prozent hinzu rechnet, würde die Gesamtbelastung beim Tilgungssatz von zwei Prozent immerhin bei sechs Prozent liegen, also bei 9.000 Euro im Jahr liegen. Ein deutlich höherer Tilgungssatz ist üblich und kann dann gewählt werden, wenn man sich bereits in der Phase der Anschlussfinanzierung befindet, die Restschuld also im Vergleich zur Erstfinanzierung bereits deutlich geringer geworden ist. Beträgt die Darlehensschuld zum Beispiel statt 150.000 Euro nur noch 80.000 Euro, kann man statt dem Tilgungssatz von anfänglich einem oder zwei Prozent natürlich nun auch einen Satz von fünf oder mehr Prozent wählen, damit die Rückzahlungsdauer so gering wie möglich ist.