Zinsbelastung
Nahezu alle Kredite werden in regelmäßigen
Kreditraten seitens des Kreditnehmers zurück geführt,
wobei diese Raten natürlich stets einen Kostenfaktor und eine
finanzielle Belastung darstellen. Man unterscheidet in der Regel
zwischen der Tilgungsbelastung und der Zinsbelastung. Bei einigen
Darlehensarten, wie zum Beispiel beim
Ratenkredit,
ist es in der Praxis so, dass die Tilgungsbelastung einen deutlich
größeren Anteil an der Gesamtkreditrate als die
Zinsbelastung einnimmt.
Genau umgekehrt stellt sich die Situation jedoch im Bereich der
Baufinanzierung dar. Nimmt man im Rahmen dieser Finanzierung einen
Immobilienkredit
in Anspruch, dann ist die Zinsbelastung die ersten Jahre der deutlich
größte Teil der Gesamtbelastung. Nimmt man eine
Darlehenssumme von 150.000 Euro als Beispiel, dann liegt die
Tilgungsbelastung bei einer angenommenen anfänglichen
Tilgung
von einem Prozent jährlich bei 1.500 Euro, während
die Zinsbelastung bei einem Zinssatz von vier Prozent, wobei dieser
bereits sehr niedrig ist, bei jährlich 6.000 Euro.
Falls man sich also darüber Gedanken macht, in welcher
Höhe man die Rate für einen Immobilienkredit tragen
kann bzw. welche Darlehenssumme man sich leisten kann, ist die
Höhe der Zinsbelastung im Grunde stets das entscheidende
Kriterium. Beim Immobilienkredit in Form des
Annuitätendarlehen,
welches in den meisten Fällen heute gewählt wird,
nimmt die Zinsbelastung allerdings mit fortschreitender Laufzeit des
Darlehens immer mehr ab. Der Tilgungsanteil wird demnach stets
größer und die Zinsbelastung vermindert sich dazu in
einem proportionalen Verhältnis. Vor jeder geplanten
Finanzierung sollte man sich auf jeden Fall verschiedene Varianten mit
möglichen Zinssätzen ausrechnen lassen, damit man
sofort sehen kann, wie hoch die Zinsbelastung sein darf, damit man das
Darlehen auch ohne finanzielle Probleme
ordnungsgemäß wieder zurück zahlen kann.