Zinsfestschreibung
Wenn man sich für die Inanspruchnahme eines
Hypothekendarlehens entscheidet, welches man zur Immobilienfinanzierung
nutzen möchte, steht man bezüglich der Gestaltung der
Zinsen vor zwei Alternativen. Man kann sich für einen sich
anpassenden Zinssatz entscheiden, den man auch als
variablen Zinssatz
bezeichnet. Man kann sich aber alternativ auch dafür
entscheiden, dass die Höhe der Zinsen für eine
bestimmte Laufzeit garantiert und unverändert bleibt. Dieses
bezeichnet man auch als Zinsfestschreibung. Unter der
Zinsfestschreibung versteht man also, dass bei einem
Hypothekendarlehen
die Zinsen für eine festgelegte Laufzeit nicht
verändert werden dürfen.
Die üblichen Laufzeiten für die Zinsfestschreibung
liegen schon sehr lange bei fünf oder zehn Jahren, wobei
heutzutage auch noch längere Laufzeiten im Bereich von 15 oder
sogar bis zu 30 Jahren angeboten werden. Ob man sich als Kreditnehmer
für die Wahl einer variablen Zinszahlung oder einer
Zinsfestschreibung entscheidet, hängt maßgeblich
davon ab, wie die aktuelle Zinssituation im Bereich Hypothekenzinsen
ist und welche Entwicklung für die Zinsen zukünftig
erwartet wird. Grundsätzlich ist die Wahl einer
Zinsfestschreibung vor allen Dingen dann zu empfehlen, wenn die Zinsen
gerade auf einem niedrigen Niveau sind, sodass zukünftig ein
Anstieg eher wahrscheinlich als weiter fallende Zinsen ist.
Nimmt man die derzeitige Situation (Oktober 2009) zur Verdeutlichung
als Beispiel, so sind die
Hypothekenzinsen
so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die derzeitige Situation am
Zinsmarkt ist also im Grunde prädestiniert für die
Wahl einer Zinsfestschreibung. Zudem sollte man nicht nur eine
Zinsfestschreibung von fünf Jahren wählen, sondern da
man davon ausgehen kann, dass die Zinsen in den nächsten
Jahren fast nur noch ansteigen können, sollte man sich
für die längst mögliche und angebotene
Laufzeit entscheiden. Der Nachteil der Zinsfestschreibung besteht
natürlich darin, dass man das
Darlehen
nicht jederzeit kündigen kann, wie bei den variablen Zinsen.