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Umschuldung einer Immobilie
Was versteht man unter der Umschuldung einer Immobilie?
Im Rahmen einer Immobilienfinanzierung ist es in der Regel so, dass man
fast nie mit einer Zinsfestschreibungsperiode
„auskommt“, weil man häufig die Zinsen
für maximal fünf oder zehn Jahre festschreiben lassen
kann. Nach Ablauf dieser Frist benötigt man dann eine so
genannte
Anschlussfinanzierung.
Von der Umschuldung einer Immobilie spricht man immer dann,
wenn sich Änderungen im bisherigen
Darlehensverhältnis ergeben. Diese Änderung
können entweder bei Fälligkeit der bisherigen
Vereinbarung durch eine Anschlussfinanzierung auftreten, man kann aber
auch noch während der Laufzeit der bisherigen Vereinbarung die
Umschuldung der Immobilie bzw. des Immobilienkredites vornehmen.
Wie funktioniert die Umschuldung einer Immobilie?
Aufgrund der zwei genannten Arten bzw. der zwei verschiedenen
Zeitpunkte
der Umschuldung einer Immobilie ergeben sich auch zwei
mögliche Funktionsweisen. Ist die Umschuldung der Immobilie
zum Ablauf der bisherigen Vereinbarung geplant, sollte man sich wenige
Monate vor Ablauf der Vereinbarung neue Angebote bezüglich
einer Anschlussfinanzierung einholen. Zum Fälligkeitsdatum der
bisherigen Darlehensvereinbarung kann man dann direkt
anschließend die neue Zinsvereinbarung wirksam werden lassen.
Sollte man die Umschuldung noch während der bestehenden
Festzinsvereinbarung durchführen wollen, muss man die
bisherige Vereinbarung kündigen, was allerdings der Zustimmung
des Kreditgebers bedarf. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass
an dieser Stelle in der Regel eine
Vorfälligkeitsentschädigung seitens der Bank
berechnet wird. Diese muss man in die Kalkulation mit einbeziehen, ob
sich die vorzeitige Umschuldung aufgrund der günstigen Zinsen
dann noch immer rentiert.
Warum kann eine vorzeitige Umschuldung der Immobilie sinnvoll
sein?
Eine
vorzeitige Umschuldung einer Immobilie
kann immer dann sinnvoll sein, wenn man dadurch in nicht unerheblichem
Maße durch günstige Kreditzinsen Geld einsparen
kann. Wer zum Beispiel im Rahmen seiner bisherigen Festzinsvereinbarung
sieben Prozent Zinsen zahlt, der aktuelle Zinssatz für
Immobilienkredite aber beispielsweise nur bei vier Prozent liegt,
für den kann eine sofortige Umschuldung
sehr
rentabel sein. Man muss zwar die wahrscheinlich
anfallende Vorfälligkeitsentschädigung mit
einrechnen, aber dennoch dürfte man aufgrund der deutlich
niedrigeren Zinsen zukünftig Zinsen einsparen können.
Eine Umschuldung der Immobilie macht aber auch dann Sinn, wenn man
bisher eine variable Zinsgestaltung nutzt, sich aber die derzeit sehr
günstigen Zinsen auf Dauer sichern möchte und
kein
Risiko von zukünftig steigenden Zinsen eingehen
möchte.
Was ist die Umschuldung einer Immobilie mittels Forward
Darlehen?
Wenn man die Umschuldung der Immobilie erst zum
Fälligkeitstermin der bisherigen Vereinbarung vornehmen
möchte, sich aber dennoch jetzt schon die aktuell
günstigen
Zinsen sichern möchte, so gibt es auch
dafür eine Möglichkeit, nämlich das
Forward-Darlehen.
Die Umschuldung der Immobilie mittels Forward-Darlehen funktioniert in
der Praxis so, dass man bereits jetzt eine neue Zinsvereinbarung
abschließt, die aber erst zukünftig, in einigen
Monaten oder Jahren, mit dem neuen Darlehen wirksam wird. Auf diese Art
und Weise hat man den Vorteil sehr großer Zinssicherheit,
weil man keine höheren Zinsen bei Ablauf der bisherigen
Zinsvereinbarung fürchten muss, da man die Umschuldung der
Immobilie schon zuvor „dingfest“ gemacht hat.
Tipp: Hier erfahren Sie mehr über
Baudarlehen,
Darlehen Umschuldung für Immobilien und die
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einer Hypothek